Zuverlässiger Logistikpartner für Exporteure und Importeure in Neuseeland

Aufgrund seiner Alleinlage im südlichen Pazifik ist der Inselstaat Neuseeland für die Logistik ein ganz besonderes Pflaster. Seit 2022 ist Militzer & Münch im Land mit eigener Gesellschaft aktiv. Vom Büro in Auckland aus steuert das Team das stetig wachsende Geschäft. Der klare Fokus liegt dabei auf Exporten per Seefracht. Wir blicken zurück auf das Jahr 2025 und schauen darauf, was als nächstes kommt.

 

Von der nächsten großen Landmasse, dem australischen Kontinent, ist Neuseeland mehr als 1.500 Kilometer entfernt. Aufgrund dieser geografischen Lage ist eine effiziente Seefrachtanbindung unerlässlich, die wiederum effiziente Hinterlandverkehre durch die Schiene und Straße erfordert. Der neuseeländische Logistiksektor ist stark exportorientiert und eng mit den Primärindustrien des Landes verbunden. Zu den wichtigsten Exportgütern zählen Milchprodukte, Fleisch, Forstprodukte – insbesondere Rundholz – sowie Obst und Meeresfrüchte, während die Importe hauptsächlich aus Maschinen, Fahrzeugen und Konsumgütern bestehen. Die wichtigsten Handelspartner sind China, die USA, Australien und weitere bedeutende Märkte im asiatischen Raum.

Strukturierte Lösungen für die Seefracht

Auch bei Militzer & Münch Neuseeland lag der Schwerpunkt 2025 auf den Exporten im Seefrachtverkehr. Der Holzexport gehört zu den wichtigsten Säulen des Geschäfts. In diesem Bereich hat sich das Team über die Jahre ein fundiertes operatives Know-how angeeignet. Gleichzeitig wurden auch die Importaktivitäten ausgeweitet, etwa im Automotive-Sektor. „2025 war ein wichtiges Jahr für uns“, sagt Shakir Samsudeen, Managing Director bei Militzer & Münch Neuseeland. „Wir konnten regelmäßige Volumen bei der Holzausfuhr etablieren und haben Fahrzeugimporte aus Indien erfolgreich in unser Geschäft integriert. Das sind wichtige Meilensteine für unser Team.“

Große Exportlieferungen insbesondere von Holz und Altmetall prägen den täglichen Betrieb und erfordern präzise Koordination. „Darüber hinaus ist der Automobilimport aus Indien ein bemerkenswertes Projekt, das unsere Fähigkeit unterstreicht, strukturierte Lösungen für den Seefrachtimport zu entwickeln“, sagt Shakir Samsudeen. Außerdem verfolgt die Landesgesellschaft eine langfristige Strategie, um die Diversität der transportierten Güter zu steigern.

Ein starkes Netz im Rücken

Neuseeland ist ein wichtiger Baustein im Netzwerk von Militzer & Münch und profitiert seinerseits von der engen internationalen Zusammenarbeit. Das Team arbeitet direkt mit Kollegen in anderen Ländern zusammen, um Vertrieb, Routenplanung, Dokumentation, Zollabfertigung und Auslieferung zu koordinieren.

„Die Stärken von Militzer & Münch sind das internationale Netzwerk, die langjährige Erfahrung und starke lokale Expertise“, sagt Shakir Samsudeen. „Auch in Neuseeland sind unsere Mitarbeiter unser größtes Kapital. Ihre Marktkenntnisse, ihr Engagement und ihre praxisorientierte Herangehensweise sind entscheidend für unseren Erfolg.“

So geht es weiter

Im Jahr 2026 plant Militzer & Münch Neuseeland, das eigene Seefracht-Exportgeschäft weiter zu stärken und gleichzeitig die Transportgüter zu diversifizieren, um ganzjährig noch stabilere Volumen zu erzielen. Darüber hinaus besteht weiteres Potenzial in der Entwicklung von Importen.

Ein Schwerpunkt wird der Ausbau des Vertriebsteams sein. Angesichts der langen Verkaufszyklen auf dem neuseeländischen Markt ist es unerlässlich, vor Ort präsent zu sein, um Beziehungen aufzubauen und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. „Neuseeland ist ein Markt, der langfristiges Engagement und starke Partnerschaften belohnt“, sagt Shakir Samsudeen. „Durch Investitionen in Mitarbeiter, den Ausbau unserer Vertriebspräsenz und die Nutzung des globalen Netzwerks von Militzer & Münch positionieren wir uns als zuverlässiger Logistikpartner für Exporteure und Importeure.“

 

Militzer & Münch stärkt Führungskultur mit dem Leadership Development Programme

Im Jahr 2025 haben die ersten Manager aus der Militzer & Münch Gruppe das Leadership Development Programme (LDP) durchlaufen. Über acht Wochen hinweg bekommen die Teilnehmer dabei alle Hilfsmittel an die Hand, die sie brauchen, um ihre Teams bestmöglich zu führen.

Die Militzer & Münch Gruppe beschäftigt über viele Unternehmen hinweg zahlreiche Führungskräfte in aller Welt. Mit dem LDP hat Björn Dobelmann,

Head of Group Human Resources, ein Entwicklungsprogramm ins Leben gerufen, das dazu beiträgt, einen einheitlichen hohen Standard bei der Personalführung zu gewährleisten.

Im September 2025 kam dafür die erste Gruppe, bestehend aus dreizehn leitenden Mitarbeitern aus verschiedenen Gesellschaften, in Istanbul zusammen. Im Fokus des mehrtägigen Meetings standen Vertrauensbildung, Wissenstransfer und Teambuilding.

Dabei beschäftigen sich die Manager mit zwei wichtigen Themenblöcken: Selbstführung und Führung anderer. Über mehrere Module hinweg bekommen sie Hilfsmittel und Optionen vorgestellt, die ihnen dabei helfen, effektiver zu führen und eine gemeinsame Führungskultur innerhalb der Gruppe zu etablieren. Auf dieses Ziel arbeiten sie in interaktiven Workshops hin, treten in Austausch mit ihren Kollegen, werden angehalten, ihre eigenen Führungsqualitäten zu bewerten und ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen.

 „Das Ideal, auf das wir hinarbeiten, bezeichnet man als Servant Leadership“, sagt Björn Dobelmann. „Damit ist gemeint, dass wir unseren Führungskräften eine Haltung vermitteln, in der sie ihre Tätigkeit als einen Dienst am Team sehen. Eine gute Führungskraft sollte stets professionell auftreten, kommunikationsstark sein und ein ehrliches Interesse am Erfolg und der Weiterentwicklung der eigenen Mitarbeiter haben.“

Das LDP wird fortan jährlich stattfinden und jeweils eine neue Gruppe von Teilnehmern über acht Wochen hinweg mit einer Mischung aus Online- und Präsenzveranstaltungen weiterbilden. Die Videoaufzeichnungen vorheriger Veranstaltungen sowie das Feedback der Teilnehmer dienen als Grundlage für die kontinuierliche Verbesserung des LDP von einem Jahr zum nächsten.

Militzer & Münch China: „Wir unterstützen komplexeste internationale Unternehmen“

Militzer & Münch China verzeichnet Erfolge in einem Jahr, das von internationalen Spannungen geprägt war. Wie das gelang, berichten Jeffery Guo, Director North China, und Carl Gao, Director South China, im Interview. Außerdem sprechen sie darüber, wie sich das Geschäft in der Volksrepublik entwickelt, was Militzer & Münch zu einem starken Partner für die Kunden in der Region macht und was sie für 2026 planen.

 

Herr Guo, Herr Gao, wie hat sich das Geschäft von Militzer und Münch in China im Jahr 2025 entwickelt?

Jeffery Guo: Wir haben in diesem Jahr einige neue Meilensteine erreicht und die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens unter Beweis gestellt. Insbesondere für unsere Automotive-Kunden sowie im Bereich Projektlogistik haben wir viel bewegt. Und das, obwohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen alles andere als ideal waren. Wir haben natürlich die Auswirkungen des Zollkonfliktes zwischen China und den USA gespürt, vor allem in der ersten Jahreshälfte. Durch unsere stark diversifizierte Geschäftsstruktur konnten wir die Effekte der internationalen Spannungen aber sehr gut abfangen.

Carl Gao: Zu unseren größten Erfolgen der vergangenen Monate gehört, dass wir bei einem unserer größten Kunden zum strategischen Logistikpartner aufgestiegen sind. Die international operierende Unternehmensgruppe ist auf die Herstellung von Industrie- und Autoglas spezialisiert. Unser Team wickelt See-, Luft-, und Bahnverkehre sowie internationale Straßentransporte für diesen Kunden ab.

Zusammen mit Militzer & Münch France haben wir außerdem einen Konsolidierungsservice zwischen China und Frankreich eingerichtet. Damit decken wir LCL-Verkehre nach Frankreich, Tunesien, Algerien und Marokko ab.

Sie haben den Automotive-Sektor erwähnt. Mit welchen Projekten befassen Sie sich aktuell in diesem Bereich?

Jeffery Guo: Einer der größten Pkw-Hersteller der Welt errichtet derzeit eine Fabrik im Süden von Ungarn. Der Standort soll einmal bis zu 10.000 Arbeitsplätze schaffen und 300.000 E-Fahrzeuge pro Jahr produzieren. Unsere Aufgabe war es, die Spritzlack-Produktionslinie von verschiedenen Orten in China nach Koper, Slowenien, zu transportieren und dann per Lkw zum neuen Werk in Szeged zu bringen. Das Gesamtvolumen der Güter betrug 50.000 Kubikmeter, aufgeteilt in sechs bis acht Chargen.

Carl Gao: Für denselben Kunden haben wir außerdem den Bau einer Fabrik in Indonesien unterstützt. In Westjava entsteht auf 126 Hektar Fläche ein Werk mit später bis zu 18.000 Beschäftigten. Die jährliche Produktionskapazität soll bei etwa 150.000 E-Autos liegen. Auch hierfür haben wir bis Anfang Dezember etwa 50.000 Kubikmeter Ladung für die neue Spritzlack-Produktionslinie per Schiff und Lkw zum Kunden transportiert.

Welche halten Sie für die zentralen Stärken von Militzer & Münch?

Carl Gao: Als Unternehmen haben wir über die Jahre ein umfassendes globales Netz aufgebaut. Unsere Experten sind in vielen Ländern dieser Welt vor Ort und verfügen über lokale Expertise. Das ist insbesondere in anspruchsvolleren Märkten ein großer Vorteil.

Jeffery Guo: Wir beobachten jeden Tag, dass unsere Kolleginnen und Kollegen großes Engagement für die Kunden an den Tag legen. Das gilt für unsere Teams hier in China, aber auch für die vielen anderen Landesgesellschaften, mit denen wir regelmäßig kooperieren. Das führt dazu, dass wir unsere Kunden bei fast allen Anfragen mit maßgeschneiderten Logistiklösungen unterstützen können, die ideal auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.

Was planen Sie für 2026?

Carl Gao: Im kommenden Jahr wollen wir weiter wachsen, sowohl innerhalb Chinas als auch im internationalen Verkehr. Um das zu erreichen, arbeiten wir an einer weiteren Standardisierung unserer Prozesse und bauen unsere Kooperationen innerhalb des Militzer & Münch-Netzwerks weiter aus.

Jeffery Guo: In 2026 werden wir einige neue Kunden-Projekte angehen und bestehende Partnerschaften weiter vertiefen. Das erklärte Ziel von Militzer & Münch China ist es, die Geschäftstätigkeit selbst komplexester, internationaler Unternehmen so gut wie möglich zu unterstützen. Das erreichen wir, indem wir hervorragenden Service mit erstklassigen Raten verbinden.

Militzer & Münch Mongolei – Ein Blick zurück und nach vorn

Im Sommer 2024 hat Militzer & Münch eine eigene Landesgesellschaft in der Mongolei gegründet und ist dafür ein Joint Venture mit einem international operierenden Handelsunternehmen eingegangen. Auf dem Markt war M&M bereits seit Mitte der 1990er Jahre aktiv, steuerte die Aktivitäten aber bisher von Berlin aus. Wie hat die neue Landesgesellschaft das Geschäft im ersten Jahr verändert?

In den ersten Monaten ging es vor allem darum, den Betrieb zu stabilisieren und eigene operative Kapazitäten sowie eine zuverlässigere Struktur für das Tagesgeschäft aufzubauen. „Unser Beginn war eine dynamische Mischung aus Herausforderungen und Erfolgen“, sagt Nyambaatar Purevdorj, Geschäftsführer M&M Militzer & Münch Mongolia LLC. „Der Eintritt in den mongolischen Markt erforderte Anpassungsfähigkeit und viel Engagement von unserem Kernteam vor Ort. Ich bin stolz auf die Fortschritte, die unser Team insbesondere bei der Servicequalität gemacht hat.“

Der Joint-Venture-Partner hat Militzer & Münch den Zugang zu einer Eisenbahnkonzession verschafft, die den lokalen Bahntransportbedarf unterstützt. Die Verbindungen zu anderen Handelsunternehmen haben zudem dabei geholfen, Türen zu öffnen und neue Möglichkeiten zu erschließen. Die Kunden fragen regelmäßig Zollabfertigung und Transport als gebündelte Dienstleistung an. Hauptsächlich kommt die Nachfrage aus der Lebensmittel- und Pharmabranche mit dem Fokus auf Importen als auch von Unternehmen, die Wolfram (*) exportieren.

 

Als Partner bereits etabliert

 Da Militzer & Münch Deutschland über das Berliner Büro schon seit vielen Jahren in der Mongolei aktiv war, ist das Unternehmen als vertrauenswürdiger und professioneller Partner bekannt. „Wir sind bestrebt, diese Erwartungen auch weiterhin zu erfüllen und gleichzeitig unsere Dienstleistungen zu erweitern, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden“, sagt Nyambaatar Purevdorj. „Unsere Kernkunden schätzen die Zuverlässigkeit über alles.“

 Das Team in der Mongolei arbeitet eng mit dem Büro von Militzer & Münch in Berlin und dem internationalen Netzwerk der Unternehmensgruppe zusammen, um Transporte von und nach Europa zu organisieren. Bajarzengel Fröhlich, Delegierter von Militzer & Münch Deutschland, teilt sich das Büro in Ulaanbaatar mit dem lokalen Team – das erleichtert die Koordination in Echtzeit. Darüber hinaus arbeitet die Landesgesellschaft mit der InterRail Europe GmbH zusammen, um den intermodalen Transport zu optimieren.

„Für die nächsten Jahre ist die Ausweitung der Dienstleistungen aus Ostasien, insbesondere aus China und Korea, eine unserer obersten Prioritäten“, sagt Nyambaatar Purevdorj. „Die Einrichtung der Verbindung Deutschland–Ningbo–Mongolei ist vielversprechend, da sie die Transitzeiten im Vergleich zur Xingang-Route um ein bis zwei Wochen verkürzen kann. Außerdem ist die weiter zunehmende Kontinuität im Tagesgeschäft ein wichtiger Grundstein, damit wir in naher Zukunft auch komplexere Transporte übernehmen können.“

(*) Wolfram, ein Metall, wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Härte, seines hohen Schmelzpunktes und seiner Dichte in vielen Bereichen eingesetzt, darunter Glühbirnen-Glühfäden, industrielle Schneidwerkzeuge, Hochtemperaturkomponenten für Öfen und Elektronik, Schweißelektroden, etc.

 

„Gibt es KI-Module, die uns schneller machen?“

Weniger manueller Aufwand, mehr Effizienz: Regelmäßig prüft Militzer & Münch, in welchen Bereichen sich der Einsatz von Künstliche Intelligenz (KI) lohnt. Angesichts ständig neuer Anbieter und innovativer Tools ist es eine Herausforderung, die richtige Wahl zu treffen. Wo steht KI heute im Unternehmen, was läuft bereits gut, und wie werden die Mitarbeitenden mitgenommen?

In der Startphase, die inzwischen mehr als ein Jahr zurückliegt, hat Thies Spannagel, Group Project Manager AI bei Militzer & Münch, sich gemeinsam mit Kollegen Wissen über die Möglichkeiten und Grenzen von KI angeeignet, sich mit Mitbewerbern und Unternehmen anderer Branchen ausgetauscht und an Fachveranstaltungen teilgenommen. „Wir haben bewusst breit geschaut: Welche Strategien verfolgen Mittelständler, welche Großunternehmen? Was erwartet unser Group Management, und wie sieht ein realistisches Budget aus“, sagt Thies Spannagel. „Konkret wurde es dann, als wir intern geprüft haben, wo es innerhalb unserer Prozesse ‚Pain Points‘ gibt – immer mit der Leitfrage ‚Gibt es KI-Module am Markt, die das Unternehmen schneller machen und sich an die bestehende IT-Infrastruktur anbinden lassen?‘“

Erfolgsbeispiel Raten-Management

Besonders dort, wo repetitive Tätigkeiten dominieren, die viele Ressourcen binden, kann sich der Einsatz von KI lohnen. Im Bereich „Raten-Management“ bei der M&M air sea cargo GmbH war der manuelle Aufwand in den vergangenen Jahren stark gestiegenen. „Das Kunden- und Marktverhalten hat sich seit der Pandemie verändert“, erklärt Thies Spannagel. „Viel Geschäft läuft über Tagespreise statt wie früher über längerfristig gültige Angebote. Für jede Einzelsendung erhalten wir neue Anfragen von unseren Kunden. Das machte den Bereich zu einem idealen Kandidaten für KI.“

Seit kurzem nutzt das Team von M&M air sea cargo nun ein neues Ratenmanagement-Tool, das den Arbeitsalltag erheblich vereinfacht. Es liest KI-gestützt E-Mail-Anfragen und Auftragsdetails automatisch aus und erstellt Angebote, die Kunden digital annehmen können. Am 1. September war der Go-live mit den drei Niederlassungen, die bereits in der Testphase dabei waren. Die weiteren Niederlassungen in Deutschland werden schrittweise an das Tool angebunden. Sobald dies abgeschlossen ist, arbeiten 70 bis 80 Prozent der rund 100 Mitarbeitenden von M&M air sea cargo in Deutschland mit dem neuen Tool. Um sich mit der Nutzung vertraut zu machen, schult der Anbieter die Mitarbeitenden auf Englisch. Intern werden sie zusätzlich auf Deutsch trainiert. Um ergänzend dazu bei den Kolleginnen und Kollegen ein möglichst einheitliches Wissensniveau zu KI-Tools sicherzustellen, verfolgte Viola Rockelmann, Geschäftsführerin M&M Militzer & Münch Deutsche Holding GmbH, den Ansatz, dies über ein verpflichtendes eLearning-Modul zu erreichen. Dieses Modul soll den Umgang mit ChatGPT, DeepL und vergleichbaren KI-Tools vermitteln und für einen verantwortungsvollen Umgang damit sensibilisieren, insbesondere im Hinblick auf den Schutz von Daten Dritter.

 

Auswahlprozess und Sicherheitsaspekte

Der Prozess von der ersten Idee bis zur Einführung und Nutzung dauerte zirka ein Jahr. Thies Spannagel schaute sich nach passenden Tools um und bewertete die Angebote ausgewählter Anbieter gemeinsam mit den internen IT- und operativen Kollegen. Bei den mehrwöchigen Testphasen wurde neben der Handhabung auch der Support der einzelnen Anbieter geprüft.

Bei Entscheidungen über neue IT-Tools ist zudem das Thema Datenschutz ein ausschlaggebender Aspekt. Viele Lösungen kommen nicht aus Deutschland oder Europa – daher prüft Militzer & Münch genau, wo die Daten gespeichert werden und wie es um Verschwiegenheit und DSGVO-Konformität bestellt ist. Dabei arbeitet Thies Spannagel eng mit den internen IT-Experten von MMcom zusammen, die auch hinsichtlich der Anbindung an die bestehende IT-Infrastruktur beraten. Die Kosten spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. „Die Preismodelle insbesondere von Start-Ups sind teils nicht überzeugend, zum Beispiel erwarten einige Unternehmen Vorkasse, bieten aber keine Testphasen an“, erklärt Thies Spannagel. „Bei vielen Anbietern beobachten wir allerdings eine Lernkurve. Das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessert sich.“

 

Internationale Zusammenarbeit
Nützliche implementierte Tools werden zukünftig auch anderen interessierten Landesgesellschaften vorgestellt. „In Polen läuft derzeit die Testphase für das Ratenmanagement-Tool“, sagt Thies Spannagel. „Und in Serbien ist ein E-Mail-Postfach-Management geplant. Die Ursprungsidee stammt aus einem KI-Projekt unseres Talent Management Programms, in dem ich als Coach involviert war.“

Zudem hat Militzer & Münch unter der Leitung von Thies Spannagel an einer Konsortialstudie der Universität St. Gallen zum praktischen Nutzen generativer KI in der Logistik mitgewirkt. Das Buch erscheint in Kürze. „Der Austausch mit anderen Unternehmen bringt uns als Unternehmen und mich persönlich weiter“, sagt Thies Spannagel. „KI ist für uns kein Selbstzweck. Wir setzen dort an, wo sie für die Mitarbeitenden den Arbeitsalltag erleichtert, so dass sie sich auf hochwertigere Tätigkeiten konzentrieren können, weil die KI ihnen repetitive Aufgaben abnimmt. Eine Zeitersparnis, die auch unseren Kunden zu Gute kommt.“

 

 

Autoteile und Käse für den Kaukasus

Quer durch Europa in den Kaukasus: Regelmäßig verbindet Militzer & Münch mit seinen Transportdienstleistungen West- und Mitteleuropa mit Georgien – und bietet seinen Kunden Services, die genau auf deren Bedarf zugeschnitten sind.

 Vom hessischen Stockstadt in Mitteldeutschland aus koordinieren die Mitarbeitenden eine Reise, die von verschiedenen Ländern in Europa aus per Lkw bis in die georgische Hauptstadt Tbilissi führt. Dabei queren die Transporte hauptsächlich Deutschland, Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und die Türkei. Die Transitzeit beträgt durchschnittlich neun bis zwölf Tage. Pro Woche machen sich acht bis zwölf Lkw auf den langen Weg – mehrheitlich beladen mit Butter und Käse aus der Bretagne und dem Großraum Paris. Die Waren sind in Kartons verpackt und palettiert. Moderne Kühlfahrzeuge sorgen dafür, dass die empfindlichen Lebensmittel ihr Ziel im Idealzustand erreichen.

„Wir haben viel Erfahrung mit temperaturgeführten Transporten auch auf anspruchsvollen Strecken“, sagt Sinan Aras, Trade Lane Manager Türkei, der auch für das Kaukasien-Gebiet zuständig ist. „Die qualitativ guten europäischen Milchprodukte kommen mit unseren Lkw sicher und vor allem schnell zu den Verbrauchern im Kaukasus.“

 

Autoteile aus Eichenzell

In Eichenzell, unweit von Stockstadt, konsolidieren die Experten von Militzer & Münch seit kurzem regelmäßige Sendungen für einen Kunden in Georgien. Dabei handelt es sich um einen Händler für Autozubehör mit zahlreichen Filialen, der seit Jahren gut mit Militzer & Münch zusammenarbeitet.

Die Zulieferer des Händlers lassen ihre Waren zu Militzer & Münch in Eichenzell transportieren. Mehrmals wöchentlich nehmen dann die kundeneigenen Lkw den Sammelguttransport entgegen. Von Hessen aus treten die Lkw anschließend die lange Fahrt bis nach Tbilissi an. Auch andere Sammelgutsendungen von Militzer & Münch gelangen auf diesem Wege nach Georgien. Dies rundet das Portfolio in die Kaukasus-Region für die Kunden ab und bietet noch höhere Abfahrtsfrequenzen.

„Je nachdem, was gerade benötigt wird, konsolidieren wir die Ladung, unterstützen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette oder füllen die Lkw mit unseren eigenen Sendungen auf“, sagt Thomas Winter, Geschäftsführer der M&M Militzer & Münch GmbH. „So muss der Kunde sich nicht selbst darum kümmern und kann sich darauf verlassen, dass seine Lkw gut ausgelastet sind. Das ist für ihn eine sehr praktische Lösung, die Zeit spart und Planungssicherheit schafft.“

Militzer & Münch Indien erfolgreich mit Luftfracht

Die Militzer & Münch Landesgesellschaft in Indien feiert im August 2025 ihr einjähriges Bestehen. Schon jetzt wickelt das Unternehmen große Luftfrachtaufträge ab – und denkt an Expansion.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich Militzer & Münch Indien am Markt etabliert. Die Schwerpunkte sind Luft- und Seefracht – mit einem besonderen Fokus auf der Pharmaindustrie und AOG-Services – sowie Projektlogistik. Derzeit laufen die

Luftfracht-Sendungen von M&M Indien über den Flughafen Delhi. Von dort aus wickelt Militzer & Münch derzeit vor allem Verkehre mit den Niederlanden, Malaysia, Hongkong, Singapur, Südkorea, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Vereinigten Königreich und Kanada ab. Schon heute ist Indien ein wichtiger Knotenpunkt im Netzwerk von Militzer & Münch.

Großaufträge und Wachstumspläne

Im Februar begann Militzer & Münch Indien mit der Abwicklung des ersten Luftfracht-Großauftrags: 50 Tonnen monatlich von Delhi an verschiedene Bestimmungsorte. Die Fracht besteht hauptsächlich aus Kuriertaschen mit Paketen, Briefpapier, Büchern, Haushaltsartikeln und vielen anderen Artikeln. Jede Kuriertasche wiegt etwa 25 Kilogramm.

„Wir haben es hier mit zeitgebundenen Sendungen mit kürzesten Fristen zu tun“, sagt Vijay Narayan, Geschäftsführer von Militzer & Münch Indien. „Unser Team wickelt alle Sendungen mit größter Sorgfalt und viel Engagement ab.“

Aufgrund der erfolgreichen ersten Monate plant Militzer & Münch Indien, das Geschäft weiter auszubauen. Zunächst soll Luftfracht ab Mumbai hinzukommen, letztlich sollen aber alle bedeutenden Frachtflughäfen des Landes in das Netzwerk aufgenommen werden.

Militzer & Münch eröffnet Standort für maritime Logistik in Fujairah

St. Gallen, 4. September 2025. Die Militzer & Münch Gruppe ist seit Mitte August mit einer Niederlassung in Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten vertreten. Der Schwerpunkt liegt auf Services rund um die maritime Logistik.

„Die Büroeröffnung ist ein bedeutender Schritt zum weiteren Ausbau unserer seit Jahren bestehenden Aktivitäten in den Bereichen Seelogistik, also Ausrüstung und Versorgung mit Schiffsersatzteilen, sowie ergänzende Dienstleistungen – und unterstreicht unser kontinuierliches strategisches Wachstum im Nahen Osten“, sagt Nikolaus Kohler, Regional Managing Director Middle East / Central Asia. „Mit dem neuen Standort in Fujairah, einer Niederlassung von M&M Militzer & Münch LLC, Dubai, positionieren wir uns im Zentrum eines der weltweit wichtigsten maritimen Dienstleistungszentren, der Fujairah Anchorage Area (FAA).“

Die FAA liegt am Golf von Oman, nah der Straße von Hormus, und ist international als zentrale Anlaufstelle für maritime Dienstleistungen anerkannt. Dazu zählen Schiffsersatzteillogistik, Bunkerung, Besatzungswechsel und Schiffsreparaturen. Dank der strategischen Lage und dem umfassenden Angebot ist der Mehrzweckhafen ein idealer Standort für lokale und internationale Reeder und Schiffsbetreiber.

Unter der Leitung von Anil Manath, Managing Director of M&M Militzer & Münch LLC, und Praful Mullassery, Director Freight Operations, ist das Team bestrebt, zuverlässig hochwertige Lösungen für die Schiffsversorgung in der Region und für das globale Netzwerk der Militzer & Münch Gruppe anzubieten.

 

„Das Gebiet Asien-Pazifik ist ein Wirtschaftsraum mit eigenen Regeln und Möglichkeiten“

In den vergangenen Jahren hat Militzer & Münch eine Reihe von Landesgesellschaften im Wirtschaftsraum Asien-Pazifik gegründet. Im Interview berichtet Andreas Löwenstein, Regional Managing Director Asia / Far East, über die zugrundeliegende Strategie, aktuelle Entwicklungen und Pläne für die Zukunft.

Herr Löwenstein, Militzer & Münch wächst bereits seit einigen Jahren strategisch im Raum Asien-Pazifik. Wie ist es dazu gekommen?

Über viele Jahre waren wir in dieser Region nicht besonders stark mit eigenen Gesellschaften vertreten. Einzig in China sind wir bereits seit 1981 präsent. In 2018 ist dann Sri Lanka hinzugekommen. 2021 haben wir damit begonnen, in kurzer Folge eigene Gesellschaften in vielen weiteren Ländern zu gründen. Das sind bisher Malaysia, Neuseeland, Vietnam, Indonesien, Indien, die Mongolei, Taiwan und Singapur.

Das Gebiet Asien-Pazifik ist bekanntlich schon länger ein wachstumsstarker Wirtschaftsraum mit eigenen Regeln, Möglichkeiten und Risiken. Es passt sehr gut in unsere langfristige Strategie, dass wir uns in diesem Teil der Welt mit einem eigenen Netzwerk aufstellen.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung von Militzer & Münch dort?

Wir können mit der Entwicklung unseres Geschäftes sehr zufrieden sein. Bis vor einigen Jahren war unsere Marke außerhalb Chinas in den meisten ostasiatischen Ländern kaum bekannt. Das hat sich deutlich geändert.

Der Erfolg liegt außerdem in der Konsolidierung und dem Wachstum unserer Strukturen und in dem Beitrag, den diese Region zu unserem bestehenden Netzwerk leistet. Unsere europäischen Kunden begrüßen das, und das Maß, in dem wir neue Kunden gewinnen können, deutet darauf hin, dass dieser zusätzliche Regionalfokus dem Unternehmen guttut.

Unsere innerasiatischen Verkehre entwickeln sich dynamisch. Wir wickeln in der Region auch komplexe Großprojekte ab. Ich denke da zum Beispiel an die Verlagerung kompletter Produktionsstätten von China nach Indonesien. Neben derart anspruchsvollen Projekten liegt unser Fokus aber auf dem steten Wachstum der Kundenbasis und dem regulären Speditionsgeschäft.

Welche Stärken zeichnen Militzer & Münch aus?

Unsere Stärke liegt in den Mitarbeitern. Wir verfügen in den Märkten, in denen wir aktiv sind, über erfahrene Logistikexperten mit hervorragender Sach- und Ortskenntnis. Jedes Land bringt eigene Herausforderungen mit sich, denen wir mit unseren erfahrenen Mitarbeitern individuell gerecht werden.

Wie soll es für Militzer & Münch im Raum Asien-Pazifik weitergehen?

Weitere Markteintritte sind für uns denkbar. Generell liegt der Fokus aber auf Konsolidierung und Wachstum innerhalb der Gruppe, durchaus mit einem Fokus auf innerasiatische Verkehre.

Quer durch China mit mehr als 300 Ton-nen Fracht

Zwischen Februar und Mai 2025 lieferte Militzer & Münch eine komplette Glasflaschen-Produktionslinie für einen der weltweit führenden Softdrink-Hersteller von China nach Usbekistan. Ein besonderes Großprojekt in einem anspruchsvollen Markt – und damit genau der richtige Auftrag für Militzer & Münch.

Das ostchinesische Hefei, wenige hundert Kilometer von Shanghai entfernt, und Samarkand im Osten Usbekistans trennen mehr als viereinhalbtausend Kilometer Luftlinie – und noch einige mehr auf dem Landweg. Diese gewaltige Distanz galt es für die Straßentransport-Experten von Militzer & Münch zu überwinden. Das Transportgut: Eine vollständige Glasflaschen-Produktionslinie inklusive Teilen und Zubehör mit einem Gesamtgewicht von 336 Tonnen und einem Volumen von etwa 1.900 Kubikmetern für eine industrielle Getränke-Abfüllanlage. Der Transport wurde in drei Teilen durchgeführt. Insgesamt setzte Militzer & Münch 25 Standard-Lkw und fünf Tieflader für übergroße Fracht ein.

„Wir waren genau die Richtigen für dieses Projekt“, sagt Sukhbat Dumakhanov, Leiter Road Freight bei M&M Militzer & Münch Uzbekistan. „Wir kennen den Kunden seit Jahren und pflegen eine enge, vertrauensvolle Beziehung. Ob internationale oder nationale Transporte – wir arbeiten schon lange erfolgreich zusammen. Auch unsere starke Präsenz in China hat zum Projekterfolg beigetragen. Dort haben wir mehrfach gezeigt, dass wir selbst komplexe Herausforderungen souverän meistern.“

 

Schneller Transport durch gute Planung

Wie immer galt es, das Projekt innerhalb enger Fristen abzuwickeln. Um Verzögerungen möglichst zu vermeiden, umfuhren die Lkw daher jene Grenzübergänge zwischen China und Kirgisistan, an denen es häufig zu Staus und Wartezeiten kommt, und steuerten stattdessen weniger stark frequentierte Alternativen an. So gelangten die Standard-Lkw in nur 15 bis 16 Tagen, und die Tieflader in 18 bis 20 Tagen an ihr Ziel.

„Wir wollen immer zuverlässige, flexible und hochwertige Lösungen bieten“, sagt Sukhbat Dumakhanov. „Ich freue mich darauf, unsere Kunden auch in Zukunft bei ihren Projekten zu unterstützen – egal in welchen Regionen.“

Höchste Qualität durch intensive Weiterbildung

Bestens ausgebildete Mitarbeiter sind der Schlüssel zu höchsten professionellen Leistungen und Standards. Deshalb bietet die Militzer & Münch Gruppe den eigenen Angestellten ein Trainings- und Weiterbildungsangebot – vom jungen Talent bis hin zur erfahrenen Führungskraft.
Die Militzer & Münch Gruppe profitiert von umfassendem Expertenwissen, verteilt auf fast zweieinhalbtausend Mitarbeiter in aller Welt. Dafür, dass dieses Wissen innerhalb der Gruppe geteilt und ständig erweitert wird, sorgt Björn Dobelmann, Leiter des Bereichs Human Resources, gemeinsam mit den lokalen HR-Verantwortlichen, vom Hauptsitz des Unternehmens in St. Gallen aus.
„Wir lernen voneinander und investieren viel in unsere Mitarbeiter“, sagt Björn Dobelmann. „Das beginnt schon beim Recruiting und zieht sich dann durch das gesamte Berufsleben. Wir unterstützen unsere Kolleginnen und Kollegen dabei, sich ständig weiterzuentwickeln.“


Expertenwissen schärfen
Neu in 2025 sind die Virtual Training Sessions für alle Angestellten, die wichtige Themen aus dem Logistik-Alltag aufgreifen und entsprechendes Wissen vermitteln. Die etwa 90-minütigen Trainings werden als Videokonferenz per Microsoft Teams übertragen. Dabei geht es um verschiedene Themenkomplexe wie etwa Gefahrgut, Transportversicherungen oder Incoterms.

Bei den Entwicklungsprogrammen für Führungskräfte liegt der Fokus hingegen auf Leadership-Kompetenzen: Das Leadership Development Programm (LDP) ist eine Mischung aus Online- und Präsenzveranstaltungen und stärkt die Geschäftsführer der Landesgesellschaften bei der Entwicklung ihrer eigenen Führungspersönlichkeit, Selbstführung und Leitung von Teams.

Das Talent Management Programm (TMP) fördert talentierte Nachwuchskräfte auf ihrem Weg nach oben. Davon profitieren alle Beteiligten, denn die Teilnehmer des Programms entwickeln sich nicht nur selbst weiter, sondern erarbeiten auch Ideen zur Verbesserung des Unternehmens. So entstand beispielsweise der Vorschlag, wie die TransInvest gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften eine neue Transportroute durch Asien entwickeln könnte – mit dem Ziel, den Kundennutzen zu steigern.

Grenzüberschreitende Synergien nutzen
Für Militzer & Münch sind unzählige Logistikexperten im Einsatz, die über einen immensen Erfahrungsschatz im nationalen und grenzüberschreitenden Verkehr verfügen – insbesondere in anspruchsvollen Märkten.

„Aus unseren Landesgesellschaften kommen vielfältige Schulungs-, Trainings- und Weiterbildungsangebote“, erklärt Björn Dobelmann. Das HR-Netzwerk im Unternehmen arbeitet daran diese Angebote konzernweit anzubieten. „Von der geballten Kompetenz, über die unser Unternehmen verfügt, und die wir ständig an unsere Mitarbeiter überall auf der Welt weitergeben, profitieren am Ende natürlich auch unsere Kunden. Dieses Fachwissen lässt sich durch nichts ersetzen.“

Militzer & Münch Indien: „Wir sind da, wo unsere Kunden uns brauchen“

Indien ist längst ein wirtschaftlicher Gigant von Weltrang – und mit seiner strategischen Position zwischen Afrika, Asien und Ozeanien eine wichtige Logistik-Drehscheibe. Militzer & Münch unterhält im Land seit August 2024 eine eigene Landesgesellschaft, die sich bereits erfolgreich im Markt etabliert hat.

Indien bleibt auch in Zeiten geopolitischer und wirtschaftlicher Spannungen ein stabiler Wachstumsmarkt: Das Finanzministerium des Landes geht für 2025 von einem BIP-Wachstum von 6,5 Prozent aus. Auch das Exportvolumen ist zuletzt leicht gestiegen, getrieben von Erzeugnissen aus den Bereichen Elektronik, Maschinenbau und Pharmazie. Die M&M Militzer and Muench (India) Private Ltd. agiert als verlässlicher Partner für diese und viele weitere Branchen wie etwa Mode und Einzelhandel.

Sowohl im Inland als auch im Im- und Export wickelt Militzer & Münch in Indien Landtransporte, Luft- und Seefracht sowie Projektlogistik für seine Kunden ab. Hinzu kommen Mehrwertdienstleistungen wie Zollabwicklung und Lagerhaltung. Insbesondere für die Verkehre von und nach China, Südostasien, Europa und Afrika soll Indien in Zukunft als wichtiger Knotenpunkt im Militzer & Münch Netzwerk fungieren.

Aktuell ist Militzer & Münch an acht der wichtigsten Standorte Indiens aktiv: Mumbai, Pune, Ahmedabad, Delhi, Chennai, Coimbatore, Kochi und Kolkata. „Wir sind genau da, wo unsere Kunden uns brauchen“, sagt Surendrasingh Panwar, Country Manager Airfreight. „Das ist unsere große Stärke. Unsere Experten kennen den Logistikmarkt in Indien ganz genau und finden immer die richtigen Lösungen für unsere Kunden.”


Luftfracht geht steil nach oben

Die Schwerpunkte von Militzer & Münch Indien sind Luft- und Seefracht sowie Projektlogistik und Expressdienstleistungen. Die Gesellschaft verfügt über eine IATA- und eine Breakbulk-Lizenz.

Indien ist auf dem besten Wege, sich kurzfristig zum drittgrößten Aviation-Markt der Welt zu entwickeln. Entsprechend wichtig ist das Segment für Militzer & Münch. Aktuell wickelt die Landesgesellschaft bereits 50 Tonnen Luftfracht pro Monat ab – für das Jahr 2026 soll die Marke von 2.000 Tonnen geknackt werden. Besonders versiert ist Militzer & Münch im anspruchsvollen und zeitkritischen Bereich AOG.

Insbesondere bei Pharmazeutika gilt Indien als aufstrebender Markt. Die immense, weiterhin wachsende Bevölkerung und eine immer größere Mittelschicht treiben die Nachfrage nach Arzneimitteln, insbesondere nach Generika, Krebsmedikamenten und Impfstoffen. Etwa 20 Prozent des weltweiten Volumens an Generika werden bereits in Indien produziert. Somit wächst auch der Bedarf für Pharmatransporte. In diesem Bereich hat sich Militzer & Münch in Indien mit hohen, regelmäßig kontrollierten Qualitäts- und Hygienestandards einen Namen als zuverlässiger Dienstleister gemacht.


Nur der Anfang

Nachdem sich Militzer & Münch Indien in kurzer Zeit erfolgreich am Markt etabliert hat, geht es nun darum, die Marktdurchdringung weiter zu steigern. Das erklärte Ziel lautet, neue Handelswege zu erschließen und Kunden aus weiteren Industriezweigen zu gewinnen.

„Wir haben einen sehr guten Start hingelegt, aber das war nur der Anfang“, sagt Surendrasingh Panwar. „Wir rechnen mit weiterem Wachstum. Das Potenzial auf dem Binnenmarkt sowie bei den Verkehren von und nach Indien ist noch längst nicht ausgeschöpft.”

Militzer & Münch liefert Turbinenteile für das höchste Wasserkraftwerk der Welt

Ein wahres Großprojekt: Am Fluss Wachsch in Tadschikistan entsteht mit dem Rogun-Staudamm derzeit das höchste hydroelektrische Kraftwerk der Erde. Militzer & Münch liefert Anlagen- und Turbinenteile von Österreich bis zur mehr als 4.000 Kilometer entfernten Baustelle.

Die Talsperre im tadschikischen Rogun soll insgesamt 660 Meter lang und 335 Meter hoch werden. Damit wäre das Wasserkraftwerk nach seiner Fertigstellung nicht nur das höchste, sondern auch eines der größten der Erde. Der Bau begann bereits 1976, wurde nach dem Zerfall der Sowjetunion unterbrochen und 2008 wieder aufgenommen. Das Kraftwerk gehört zu den Leuchtturmprojekten der Global-Gateway-Initiative in Zentralasien und soll die regionale Energieversorgung stärken.

Militzer & Münch liefert seit 2024 Anlagen- und Turbinenteile sowie Werkzeug und Zubehör vom Zulieferer aus Österreich bis nach Tadschikistan. Gemäß den Wünschen des Kunden folgen die Transporte der Route über die Türkei und das Kaspische Meer Das Projekt ist auf mindestens fünf Jahre angelegt.

„Wir haben den Vorteil, dass wir den Kunden sowohl in Österreich als auch in Tadschikistan beraten und betreuen können,“ sagt Nikolay Gueorguiev

Niederlassungsleiter bei M&M Militzer & Münch in Wien. „Unsere erfahrenen Experten sind persönlich vor Ort. Dadurch können wir auch im Zielland immer die passenden Services für unseren Kunden bereitstellen.“

Die Militzer & Münch Niederlassung in Wien, in deren Verantwortungsbereich dieses Projekt fällt, ist auf Landfracht spezialisiert und fertigt vor allem Großaufträge per Straße oder Schiene ab. Zu ihren Kunden zählen Hersteller von Agrarmaschinen und Baumaschinen, aber auch Anlagenbauer, Hersteller von Schienenfahrzeugen, Kraftwerken oder Konsumgütern.

 

 

 

Mit Ersatzteilen über das Mittelmeer

Die Road-Experten von Militzer & Münch wickeln auch Großaufträge zuverlässig ab. Insbesondere bei Verkehren von den und in die Maghrebstaaten verfügen sie über jahrzehntelange Erfahrung. Das zahlt sich aktuell bei einem neuen Großauftrag aus: dem Transport von mehr als 300 Komplettladungen mit Autoersatzteilen zwischen Tunesien und Deutschland.

Die Verbindung von West- und Mitteleuropa und dem Maghreb mittels Straßentransporten gehört seit langem zu den Kernkompetenzen der Militzer & Münch Gruppe. Unter anderem deshalb hat Anfang 2025 ein namhafter deutscher Technologiekonzern, der bereits seit mehr als zehn Jahren auf Militzer & Münch setzt, einen Großauftrag für Transporte von Tunesien nach Deutschland erteilt.

„Im persönlichen Gespräch haben wir mit unseren Raten, unserem Produktportfolio und unserer Kompetenz auf dieser Trade Lane überzeugt“, sagt Thomas Winter, Geschäftsführer der M&M Militzer & Münch GmbH. „Mit diesem Kunden verbindet uns eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Daher war allen Seiten schnell klar, dass wir der richtige Partner für dieses Großprojekt sind.“

 

Der sichere Weg über das Mittelmeer

Über das gesamte Jahr hinweg wird Militzer & Münch im Zuge des Auftrags mehr als 300 Komplettladungen mit Autoersatzteilen transportieren. Das entspricht drei bis vier FTL-Verkehren pro Woche. Die Transitzeit beträgt durchschnittlich fünf Tage.

Von Tunesien aus geht es für die Auflieger von Militzer & Münch per Fähre über das Mittelmeer bis zu den Häfen von Genua oder Marseille. Anschließend übernehmen Lkw den Rest der Strecke. Operativ steuert das Team der Niederlassung in Augsburg in Zusammenarbeit mit Militzer & Münch in Tunesien die Abläufe.

„99 Prozent der Kunden, die uns eine Chance geben, bleiben für viele Jahre“

Schneller als Seefracht, günstiger als Luftfracht, grüner als Straßentransporte. Dank ihrer vielen Vorteile erfreut sich die Bahn als Transportmittel immer größerer Beliebtheit. In Deutschland steuert ein Team von Spezialisten in Düsseldorf den nationalen und grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr von Militzer & Münch.  

Die Lage ist nicht leicht für die Schienenverkehrsunternehmen dieser Welt: Die geopolitische Situation, ein hoher Kostendruck und die überdurchschnittliche Inflation machen ihnen die Arbeit schwer. Trotzdem entwickelt sich das Rail-Segment von Militzer & Münch auch in dieser Zeit weiter. So sind in den letzten zwei Jahren neue Produkte zum Leistungsspektrum hinzugekommen, und das Team hat neue Märkte erschlossen. Dazu gehören intermodale Verkehre in Europa, aber auch grenzüberschreitende Transporte, etwa zwischen Indien und Usbekistan. Darüber hinaus liegt der Fokus darauf, operative Prozesse ständig zu verbessern und die eigene Effizienz zu steigern.

 

Von Madrid bis Guangzhou
Über tausende von Kilometern verbindet die Schiene Europa und Asien. Je nach gewählter Route erreichen die Güter ihren Zielbahnhof in der Regel in etwa drei Wochen: In westlicher Richtung sind es 19 bis 21, in östlicher Richtung 20 bis 22 Tage. Auf dem Nördlichen und Mittleren Korridor transportiert Militzer & Münch wöchentlich etwa fünf Sammelcontainer. In vielen asiatischen Ländern verfügt das Unternehmen über eigene Standorte und kann dadurch auf jede Menge lokaler Expertise zurückgreifen. Zuletzt lieferte das Team im Rahmen eines Projektes 100 40-Fuß-Container in die Mongolei.

 

Das Richtige für jeden Kunden

„Der Service steht für uns an erster Stelle“, sagt Michael Spitzlei, Head of Business Segment Rail der M&M air sea cargo GmbH. „Wir bemühen uns, alle Kunden bestmöglich zu betreuen, unabhängig von der Anzahl ihrer Buchungen. Dabei passen wir das Produkt an die Bedürfnisse unserer Kunden an. Bei uns muss sich niemand für ein Angebot von der Stange entscheiden.“

Diese Flexibilität zieht sich durch alle Bereiche: Militzer & Münch ist nicht an bestimmte Terminals, Routen oder Partner gebunden. Vom kleinsten bis zum größten Unternehmen finden die Experten aus dem Team in Düsseldorf die richtigen Lösungen für jeden Auftrag. Das funktioniert nur über den persönlichen Kontakt. Jeder Kunde hat einen oder mehrere dauerhafte persönliche Ansprechpartner, die für alle Fragen zur Verfügung stehen – niemand landet bei einer Bandaufnahme oder einem KI-Assistenten.

Die persönliche Bindung und der zuverlässige Service überzeugen: „99 Prozent der Kunden, die uns einmal eine Chance geben, bleiben für viele Jahre bei uns“, sagt Bezaf Zeway, Operations Manager Railfreight. Sie ist eine Absolventin des Talent Management Programms.

 

Wachstum für die Zukunft
Auch in Zukunft wird M&M air sea cargo GmbH das Segment Schienengüterverkehr weiter optimieren und ausbauen. Das Team soll wachsen, ebenso das Service-Portfolio. Für viele Kunden stellt der Schienentransport eine sinnvolle Ergänzung oder Alternative zu Luft- und Seefracht dar – insbesondere dann, wenn zeitkritische Lieferungen schneller als per Schiff erfolgen sollen, gleichzeitig aber die Kosten einer Luftfracht vermieden werden müssen. Neukunden sind jederzeit willkommen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem kontinuierlichen Ausbau bestehender Kundenbeziehungen.

„Wir arbeiten immer daran, das Angebot für unsere Kunden weiter zu verbessern“, sagt Bezaf Zeway. „Dabei bleiben wir stets flexibel, kommunizieren offen und finden für jeden Auftrag die passende Lösung.“

„Die Mongolei ist ein Markt voller ungenutzter Möglichkeiten“

Im August 2024 hat Nyambaatar Purevdorj die Position als Geschäftsführer der neuen Landesgesellschaft M&M Militzer and Muench Mongolia LLC übernommen. In diesem Interview spricht er über den mongolischen Logistikmarkt, die Entwicklung des Geschäfts von Militzer & Münch in seinem Land und darüber, warum Logistik seine Leidenschaft ist.


Hallo Herr Purevdorj, Sie haben im August letzten Jahres Ihre neue Rolle übernommen und sind mit 33 Jahren einer der jüngsten Geschäftsführer der Militzer & Münch Gruppe geworden. Wie haben Sie die ersten Monate erlebt?

Dies ist meine erste Position als Geschäftsführer. Daher habe ich in den letzten Monaten viele neue Erfahrungen gemacht. Zu Beginn war das eine große Herausforderung, aber auch von Anfang an eine sehr erfüllende Aufgabe. Ich bin dankbar dafür, dass meine Vorgesetzten und Kollegen mir in dieser Zeit wertvolle Hilfestellung gegeben haben. Die Menschen in meinem Umfeld beschreiben mich oft als leidenschaftlich. Diese Eigenschaft hilft mir dabei, alle Herausforderungen zu meistern, mit denen ich in meiner neuen Rolle konfrontiert bin.

 

Wie würden Sie den mongolischen Logistikmarkt beschreiben?
Verglichen mit denen der großen Weltmächte ist die Mongolei ein kleinerer Markt, bietet aber zahlreiche ungenutzte Möglichkeiten. Es gibt mehrere gut etablierte Routen in das und aus dem Land, die Importeure und Exporteure gerne nutzen. Die wichtigsten Handelspartner der Mongolei sind ihre direkten Nachbarn. Da die Mongolei zu den Ländern mit den größten Vorkommen von Bodenschätzen gehört, sind zum Beispiel Kohle, Fluorit und Eisenerz wichtige Exportgüter, ebenso wie Kaschmirwolle. Viele Importe entfallen auf Erdölprodukte, Maschinen, Fahrzeuge, elektronische Produkte und Lebensmittel.

 

Wie arbeitet Militzer & Münch in der Mongolei?

Militzer & Münch Germany hatte bereits seit 1992 ein Büro in Ulaanbaatar. Wir sind also schon seit mehr als 30 Jahren in der Mongolei tätig. Besonders stark waren wir bisher im Bereich LTL-Transporte. Im Juli 2024 haben wir mit der Eröffnung einer eigenen Landesgesellschaft expandiert, der M&M Militzer and Muench Mongolia LLC. Seitdem haben wir unsere Dienstleistungen auf alle Verkehrsträger ausgeweitet und sind nicht mehr auf den Straßengüterverkehr und lokale Dienstleistungen beschränkt. Derzeit sind wir dabei, uns als Experten für den Transit durch die Mongolei zu etablieren, um das bereits umfangreiche globale Netzwerk von Militzer & Münch um diesen wichtigen Bereich zu erweitern. Eines unserer Hauptziele ist es, unseren Marktanteil bei den Verkehren von und nach der Mongolei weiter auszubauen.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit besonders?

Die Logistik ist ein anspruchsvolles Berufsfeld, aber ich verstehe sie als meinen Beruf und meine Berufung zugleich. Ich sage immer, dass es inmitten von Chaos immer auch Chancen gibt. Am meisten genieße ich das Gefühl, etwas erreicht zu haben, das sich immer dann einstellt, wenn man besonders schwierige Hindernisse überwindet.

 

Bei Militzer & Münch gefallen mir besonders die präzise Entscheidungsfindung und die Fähigkeit des Unternehmens, jedes noch so schwierige Projekt in Angriff zu nehmen. Wir haben bemerkenswerte 145 Jahre Erfahrung in der Logistik, und das merkt man auch. Ich bin sehr stolz darauf, Militzer & Münch gegenüber unseren Kunden zu repräsentieren und unser Engagement für Exzellenz zu demonstrieren. Die Unternehmenskultur deckt sich perfekt mit meinen persönlichen Werten. Was hier zählt, ist klare Kommunikation und Anerkennung für gute Leistungen.

 

 

Tradition trifft Zukunft – Militzer & Münch wird 145!

Ein gelungener Sprung vom 19. ins 21. Jahrhundert: Am 1. April 2025 feiert die Militzer & Münch Gruppe 145 Jahre Erfolgsgeschichte. Was einst als Bahnspedition im bayerischen Hof begann, hat sich zu einem internationalen Logistikunternehmen für anspruchsvolle Märkte entwickelt – mit rund 2.300 Mitarbeitern in knapp 40 Ländern. Während die Branche Revolutionen und neue Herausforderungen erlebte, hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt. Eines ist geblieben: die Mission, seinen Kunden den Zugang zu neuen und anspruchsvollen Märkten zu ermöglichen.

Während Deutschlands Eisenbahnnetz noch auf Hochtouren ausgebaut wurde, bewiesen Richard Militzer und Werner Münch bereits Pioniergeist: 1880 fusionierten sie ihre Unternehmen und gründeten die Bahnspedition Militzer & Münch. Schnell dachten die Gründer über Deutschlands Grenzen hinaus. Schon in den ersten Jahren boten sie ihren Kunden aus der Porzellan-, Glas- und Textilindustrie nicht nur Sammelguttransporte nach Berlin und Hamburg, sondern auch internationale Verbindungen – und damit den Zugang zu neuen Märkten wie Italien und England.

Auch den Lkw entdeckte Militzer & Münch früh für seine Kunden. Den ersten Lkw nahm Militzer & Münch bereits 1923 in seinen Liniendienst zwischen Hof und dem 30 Kilometer entfernten Oelsnitz auf. Dabei sollte der flexible Verkehrsträger erst ab den 1930er-Jahren zum wichtigsten Transportmittel im Güterverkehr aufsteigen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wagte das Unternehmen die nächsten großen Schritte, Militzer & Münch hatte sich seit der Gründung beträchtlich weiterentwickelt und internationalisiert. Es stieg in die See- und Luftfracht ein und positionierte sich so für die kommende Globalisierungswelle. 1949 wurde das Unternehmen zum IATA-Agenten ernannt. Zwei Jahre später, 1951, eröffnete Militzer & Münch das erste Auslandsbüro in Athen. Mit weiteren deutschen Standorten, etwa in Hamburg und am Frankfurter Flughafen, trieb das Unternehmen den Ausbau seines Geschäfts stetig voran.

Militzer & Münch ging weiterhin voraus und expandierte ab 1971 erstmals mit eigenen Landesgesellschaften in Länder, die für den internationalen Warenaustausch zunehmend strategische Bedeutung erlangten. Dazu gehörten etwa Griechenland und die Türkei als Drehscheiben und Brücken für den Handel zwischen Europa und Asien sowie Marokko als Tor zu Afrika. Doch damit nicht genug: Schon kurz nach dem Fall der Mauer begann das Unternehmen, neue aufstrebende Märkte in Osteuropa, Zentralasien und China für seine Kunden zu erschließen.

Militzer & Münch baut sein weltweites Netzwerk kontinuierlich weiter aus. Seit Jahren stehen die Wachstums- und Zukunftsmärkte in Fernost und auf dem indischen Subkontinent im Fokus der Wachstumsstrategie. Nach Neugründungen in Ländern wie der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft Indien sowie Indonesien, Sri Lanka, Vietnam der Mongolei oder Neuseeland, kam im Februar 2025 M&M Taiwan als jüngste Gruppengesellschaft in der Region hinzu.

Auch in Europa setzt Militzer & Münch seine Expansion fort: Im Januar 2025 wurde M&M Belgien neu gegründet, um vor allem die Anbindung der Benelux-Region an die Maghreb-Staaten weiter zu verbessern.

„Als leistungsstarker Partner unserer Kunden steigen wir immer wieder in neue Logistikfelder ein und bauen unsere Dienstleistungspalette gezielt aus“, sagt Michael Albert, Verwaltungsratspräsident M&M Militzer & Münch International Holding AG. „Nichts ist uns wichtiger, als mit lokaler Expertise, Flexibilität und Zuverlässigkeit zu überzeugen. Die Zukunft wird herausfordernd! Wir freuen uns, sie gemeinsam mit unseren Kunden zu gestalten.“

„Die Zeichen stehen auf Digitalisierung“

Seit Militzer & Münch Romania 2004 gegründet wurde, treibt Geschäftsführer Valentin Dragu die Aktivitäten der Landesgesellschaft mit großem Einsatz voran. Obwohl das wirtschaftliche Klima des Landes nach wie vor von hoher Inflation, steigenden Energiepreisen und den Auswirkungen des Ukrainekriegs geprägt ist, konnte das Team die starke Position am Markt halten. Valentin Dragu setzt dazu vor allem auf zwei Dinge: Anpassungsfähigkeit und Digitalisierung.

 

Herr Dragu, wie würden Sie die Situation von Militzer & Münch Romania angesichts der aktuellen Herausforderungen beschreiben?

Unsere geografische Lage und die Unvorhersehbarkeiten, die daraus entstehen, wirken sich momentan stark auf unsere Arbeit aus. Wir haben uns mit den Bedingungen aber schnell und gut arrangiert. Das zeichnet uns aus und darauf bin ich sehr stolz.

Wie ist Ihrem Team und Ihnen das gelungen?

Kurz gesagt: durch Anpassungsfähigkeit. Steigende Energiepreise erfordern etwa ein optimiertes Kostenmanagement in anderen Bereichen. Auf die derzeit wachsende Nachfrage im Straßenverkehr bei gleichzeitig leichtem Rückgang in anderen Geschäftssegmenten reagieren wir, indem wir unser Team entsprechend neu aufstellen. Dass wir als Landesgesellschaft so flexibel und eigenständig agieren, dabei aber immer auf den Rückhalt der Militzer & Münch-Gruppe zählen können, weiß ich sehr zu schätzen. Das macht uns wettbewerbsfähig. Denn ganz grundsätzlich ist es wichtig, mit der Zeit zu gehen, Veränderungen zügig anzunehmen und darauf zu reagieren.

Können Sie uns ein Beispiel für so eine Veränderung nennen?

Seit vergangenem Jahr gilt in Rumänien ein neues, elektronisches System für den Straßentransport bestimmter Waren. Die Meldepflicht, der wir dadurch unterliegen, bedeutet eigentlich einen höheren Aufwand. Diesen konnten wir aber erfolgreich minimieren, weil wir gerade bereits intensiv daran arbeiten, unsere internen Prozesse zu digitalisieren und zu optimieren. So haben wir schnell einen effizienten Weg gefunden, den neuen Bestimmungen gerecht zu werden.

Welche weiteren Pläne haben Sie für Militzer & Münch Romania?

Wir wollen weiter wachsen, unsere Auftragslage weiterhin verbessern und uns von der Konkurrenz abheben. Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, unser Angebot und unseren Service bestmöglich auf die Bedürfnisse unserer Kunden zuzuschneiden. Ziel ist es außerdem, den Bekanntheitsgrad unserer Marke weiter zu steigern und auch hier stehen für uns alle Zeichen auf Digitalisierung: Wir wollen mit Militzer & Münch Romania künftig verstärkt in den sozialen Medien präsent sein und entsprechende Plattformen nutzen, um sichtbarer zu werden und Kontakte zu potenziellen Kunden aufzubauen. Ich bin überzeugt, dass wir die herausfordernde Phase, in der wir uns aktuell befinden, auf diese Weise erfolgreich meistern werden.

 

Militzer & Münch: Neue Landesgesellschaft in Taiwan

 

St. Gallen, 6. März 2025. Netzausbau in Asien: Am 3. Februar startete die Landesgesellschaft M&M Militzer & Münch Taiwan Ltd. mit Sitz in Taipeh

Seit Jahren baut die Militzer & Münch Gruppe ihre Präsenz in Fernost sowie auf dem indischen Subkontinent Schritt für Schritt aus: Nach China, Malaysia, Neuseeland, Sri Lanka, Vietnam, Indonesien, der Mongolei und Indien ist Taiwan nun die jüngste Neugründung in der Region. Das Team in Taiwan wird von Igor Zarenko, einem Deutschen mit mehr als 25 Jahren Logistikerfahrung in Asien, geleitet.

Expansion in Wachstumsmärkten

Die Neugründung in Asien passt bestens ins strategische Wachstumskonzept der Gruppe. „Taiwan ist mit seiner stabilen Wirtschaft und der günstigen Lage im Westpazifik eine logische Ergänzung unseres Geschäftes in der Region und ein wichtiges Puzzle-Teil im Gesamtbild unserer Wachstumsstrategie in Asien“, sagt Andreas Löwenstein, Regional Managing Director Asia / Far East bei Militzer & Münch.

Das Taiwan Institute of Economic Research prognostiziert für 2025 ein Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent. Dabei spielen Zukunftstechnologien aus der Elektronik- und Halbleiterindustrie eine entscheidende Rolle. Man will Taiwan zudem zu einem KI-Hub machen – entsprechend groß ist die Nachfrage nach Chips und Servern. Weit mehr als die Hälfte aller weltweit produzierten Halbleiter kommen aus Taiwan, aber auch die Produktion chemischer Erzeugnisse, von Metallwaren oder hochwertigen Fahrrädern gehören zu den wirtschaftlichen Eckpfeilern der Insel.

 

COO Radosław Brejnak treibt digitale Transformation in Polen voran

 

Anfang 2017 startete Radosław Brejnak bei Militzer & Münch in Polen als Leiter Road. Seitdem führte er viele Projekte zum Erfolg, durchlief das Talent Management Programme und übernahm immer mehr Verantwortung. Im Mai 2024 wurde Radosław Brejnak zum Chief Operating Officer (COO) von M&M air sea cargo S.A. berufen. Wir fragten ihn, was seine Position ausmacht, welche Projekte er vorantreibt und wie er die wirtschaftliche Entwicklung in Polen einschätzt.

 

Eine kurze Einordnung – was macht ein COO exakt?
Als COO bin ich für den reibungslosen operativen Ablauf im Unternehmen verantwortlich. Ich leite und koordiniere die wichtigsten Abteilungen, unterstütze bei der strategischen Entscheidungsfindung und pflege enge Beziehungen zu den wichtigsten Stakeholdern.

Mein Fokus liegt dabei auch auf dem Management von Kooperationen und Partnerschaften auf nationaler und internationaler Ebene. Und gemeinsam mit unserem CEO Marek Ziemniewicz sowie dem gesamten Führungsteam von Militzer & Münch in Polen arbeite auch ich kontinuierlich daran, das langfristige Wachstum und die Stabilität des Unternehmens zu fördern.

 

Hat Ihnen das Talent Management Programme der TransInvest Gruppe, der Muttergesellschaft von Militzer & Münch – kurz TMP – auf Ihrem Weg geholfen?
Das TMP war für mich ein entscheidender Meilenstein. Es hat mir nicht nur in Bereichen wie Strategie, Führung und Prozessmanagement wertvolle Einblicke vermittelt, sondern auch geholfen, mein Vertrauen und mein Netzwerk auszubauen. Besonders prägend war der Fokus auf Resilienz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung – essenzielle Themen in der heutigen Unternehmenslandschaft. Diese Erkenntnisse haben meine Herangehensweise an Herausforderungen deutlich beeinflusst. Das TMP hat mir gezeigt, wie wichtig strategisches Denken, Anpassungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft sind, um langfristig erfolgreich zu sein.

 

Viele Projekte haben Sie zum Erfolg geführt, welche beschäftigen Sie zurzeit?
Aktuell beschäftigen wir uns intensiv mit der digitalen Transformation. Ein großer Fokus liegt dabei auf der Optimierung unserer IT-Infrastruktur und der Implementierung neuer digitaler Prozesse in unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Wir verbessern beispielsweise den elektronischen Dokumentenfluss und unser Transportmanagementsystem, um schneller auf Marktveränderungen reagieren zu können. Zudem passen wir unsere Berichtsstandards, insbesondere zu Nachhaltigkeit und CO2-Emissionen, an. Diese Projekte sind entscheidend, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die Anforderungen unserer Kunden proaktiv zu erfüllen.

 

Trotz globaler Unsicherheiten wächst die polnische Wirtschaft – welche Entwicklung nimmt dabei M&M air sea cargo S.A.?
Wenn wir auf die letzten drei bis fünf Jahre zurückblicken, haben wir ein stetiges Wachstum erlebt. Allerdings hat der Konflikt im Osten die Geschäftswelt stark verändert. Es braucht Zeit, sich an diese neue Realität zu gewöhnen.

Angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in unserem Land und in ganz Europa müssen wir alles daran setzen, unseren Kundenstamm zu halten. Das Wettbewerbsumfeld ist von allen Seiten aggressiver geworden – das macht die Kundenbindung zu einer absoluten Priorität.

Gleichzeitig konzentrieren wir uns darauf, neue Kunden zu gewinnen, innovative Lösungen zu entwickeln und unsere Vertriebsstrukturen zu stärken. Unser Fokus liegt dabei auf Anpassung, Wachstum und Vorbereitung auf künftige Chancen.

 

Planen Sie neue Services?
Im Jahr 2023 haben wir die GDP (Good Distribution Practices)-Zertifizierung erhalten, die zum Transport von Arzneimitteln gemäß der EU-Standards berechtigt. Das Zertifikat eröffnet uns neue Möglichkeiten, Dienstleistungen für die Pharmaindustrie anzubieten. Obwohl der Wettbewerb sehr stark ist, konnten wir in diesem Sektor bereits schöne Erfolge verbuchen und mit einigen Kunden langfristige Partnerschaften aufbauen.

Ein Bahnprodukt wird voraussichtlich der nächste Bereich sein, auf den wir uns konzentrieren werden. Dieses Segment bietet erhebliche Wachstumschancen, die wir in naher Zukunft voll ausschöpfen wollen. Wir sehen hier großes Potenzial und planen, Ressourcen einzusetzen, um unsere Position in diesem Bereich zu stärken.

 

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit, was an Militzer & Münch? Wie würden Sie die Unternehmenskultur beschreiben?
Die Vielfalt meiner Aufgaben und die Möglichkeit, sich Herausforderungen zu stellen – das gefällt mir am meisten an meiner Arbeit. Kritisches Denken und Anpassungsfähigkeit sind gefordert – das macht die Dinge spannend. Ich schätze zudem das kollaborative Arbeitsumfeld bei Militzer & Münch, wo offene Kommunikation und Flexibilität gefördert werden. Die Unternehmenskultur ist geprägt von einem starken Teamgeist und einer gemeinsamen Zielsetzung. Entscheidungen werden effizient getroffen, was es uns ermöglicht, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Dieses unterstützende Umfeld schafft Raum für Wachstum und Innovation und macht die Arbeit hier wirklich bereichernd.