Im Sommer 2024 hat Militzer & Münch eine eigene Landesgesellschaft in der Mongolei gegründet und ist dafür ein Joint Venture mit einem international operierenden Handelsunternehmen eingegangen. Auf dem Markt war M&M bereits seit Mitte der 1990er Jahre aktiv, steuerte die Aktivitäten aber bisher von Berlin aus. Wie hat die neue Landesgesellschaft das Geschäft im ersten Jahr verändert?

In den ersten Monaten ging es vor allem darum, den Betrieb zu stabilisieren und eigene operative Kapazitäten sowie eine zuverlässigere Struktur für das Tagesgeschäft aufzubauen. „Unser Beginn war eine dynamische Mischung aus Herausforderungen und Erfolgen“, sagt Nyambaatar Purevdorj, Geschäftsführer M&M Militzer & Münch Mongolia LLC. „Der Eintritt in den mongolischen Markt erforderte Anpassungsfähigkeit und viel Engagement von unserem Kernteam vor Ort. Ich bin stolz auf die Fortschritte, die unser Team insbesondere bei der Servicequalität gemacht hat.“

Der Joint-Venture-Partner hat Militzer & Münch den Zugang zu einer Eisenbahnkonzession verschafft, die den lokalen Bahntransportbedarf unterstützt. Die Verbindungen zu anderen Handelsunternehmen haben zudem dabei geholfen, Türen zu öffnen und neue Möglichkeiten zu erschließen. Die Kunden fragen regelmäßig Zollabfertigung und Transport als gebündelte Dienstleistung an. Hauptsächlich kommt die Nachfrage aus der Lebensmittel- und Pharmabranche mit dem Fokus auf Importen als auch von Unternehmen, die Wolfram (*) exportieren.

 

Als Partner bereits etabliert

 Da Militzer & Münch Deutschland über das Berliner Büro schon seit vielen Jahren in der Mongolei aktiv war, ist das Unternehmen als vertrauenswürdiger und professioneller Partner bekannt. „Wir sind bestrebt, diese Erwartungen auch weiterhin zu erfüllen und gleichzeitig unsere Dienstleistungen zu erweitern, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden“, sagt Nyambaatar Purevdorj. „Unsere Kernkunden schätzen die Zuverlässigkeit über alles.“

 Das Team in der Mongolei arbeitet eng mit dem Büro von Militzer & Münch in Berlin und dem internationalen Netzwerk der Unternehmensgruppe zusammen, um Transporte von und nach Europa zu organisieren. Bajarzengel Fröhlich, Delegierter von Militzer & Münch Deutschland, teilt sich das Büro in Ulaanbaatar mit dem lokalen Team – das erleichtert die Koordination in Echtzeit. Darüber hinaus arbeitet die Landesgesellschaft mit der InterRail Europe GmbH zusammen, um den intermodalen Transport zu optimieren.

„Für die nächsten Jahre ist die Ausweitung der Dienstleistungen aus Ostasien, insbesondere aus China und Korea, eine unserer obersten Prioritäten“, sagt Nyambaatar Purevdorj. „Die Einrichtung der Verbindung Deutschland–Ningbo–Mongolei ist vielversprechend, da sie die Transitzeiten im Vergleich zur Xingang-Route um ein bis zwei Wochen verkürzen kann. Außerdem ist die weiter zunehmende Kontinuität im Tagesgeschäft ein wichtiger Grundstein, damit wir in naher Zukunft auch komplexere Transporte übernehmen können.“

(*) Wolfram, ein Metall, wird aufgrund seiner außergewöhnlichen Härte, seines hohen Schmelzpunktes und seiner Dichte in vielen Bereichen eingesetzt, darunter Glühbirnen-Glühfäden, industrielle Schneidwerkzeuge, Hochtemperaturkomponenten für Öfen und Elektronik, Schweißelektroden, etc.

 

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